Am Samstag, den 21. März, fand unser traditionelles Anklettern statt – der offizielle Start in die neue Klettersaison. Klettern in der Eifel im Frühjahr ist bekanntlich kein Selbstläufer: Kühle Temperaturen, feuchter Fels und wechselhaftes Wetter gehören meist dazu. Umso erfreulicher war es, dass wir in diesem Jahr mit strahlendem Sonnenschein belohnt wurden.

Wie gewohnt trafen wir uns zunächst auf dem Parkplatz an der Graurheindorfer Straße in Bonn. Von dort aus ging es in Fahrgemeinschaften weiter nach Kottenheim, wo wir den „Vergessenen Pfeiler“ ansteuerten. Das Gebiet ist für seine markante Wandstruktur bekannt und bietet – insbesondere an einem Samstagvormittag – oft noch erfreulich ruhige Bedingungen fernab dem Trubel an der großen Wand in Ettringen.

Vor Ort zeigte sich der Fels trocken und gut kletterbar. Und wir machten uns in den Sektoren „schwarze Wand“, „Dachsbau“ und „Ulimog“ breit. In entspannter Atmosphäre wurden zahlreiche Klassiker geklettert, darunter Routen wie „Geile Zeit“ (6+), „Master of Pupperts“ (7+) „Moosweibchen“ (5+) oder „Prost Kurt!“ (6). Auch halfen uns Cams, Keile und Ballnuts, das Klettern an der „schwarzen Wand“ entspannter zu gestalten. Ambitionierter ging es in den Touren „Apocalypse Now“ (8-) und „Wintermärchen“ (8-) zu, wo nicht immer ein roter Punkt gesetzt werden konnte. In jedem Fall kamen alle auf ihre Kosten.

Bei angenehmen Temperaturen und bester Frühlingssonne entwickelte sich schnell die typische Ankletter-Stimmung: gemeinsames Sichern, gegenseitiges Anfeuern und viele gute Gespräche zwischen den Routen. Auch tauschte man sich über die im Frühjahr anstehenden Fahrten aus. Den gelungenen Klettertag ließen wir schließlich im Vulkanbrauhaus in Mendig ausklingen. Bei einem wohlverdienten Getränk wurde auf einen rundum gelungenen Saisonauftakt angestoßen.
Ein perfekter Start ins Kletterjahr – so darf es gerne weitergehen.
(Christian Hees)
